Impedanzprüfung
 
Bei der Impedanzprüfung werden die Mittelohrverhältnisse (Tympanometrie)
und die Reflexe des Steigbügelmuskels (Stapediusreflex) geprüft.
Das Prinzip der Tympanometrie besteht in der Messung der Reflexion
von Tönen am Trommelfell bei unterschiedlichen Spannungen der
Trommelfellmembran. Aus der Abhängigkeit der Schallreflexion vom
Spannungszustand des Trommelfells lassen sich Rückschlüsse auf 
die mechanischen Mittelohrverhältnisse ziehen.

Bei der Prüfung des Stapediusreflexes wird zusätzlich ein Ton von
definierter Lautstärke und Frequenz auf das Ohr gegeben. 
Der kleine Muskel, der am Steigbügel ansetzt, zieht ab einer bestimmten
Lautstärke reflektorisch an und verändert so den Spannungszustand des
Trommelfells. Diese Veränderung wird, wie bei der Tympanometrie beschrieben,
aufgezeichnet. Dies erlaubt Rückschlüsse über die Funktion aller am
Zustandekommen des Reflexes beteiligten Teile 
(Innenohr, Hörnerv, Hirnstamm, Gesichtsnerv..).

Diese Untersuchung dauert nur 2-3 Minuten. Da die Messung mit 
kurzen überschwelligen Tönen, beginnend mit ca. 85 dB, erfolgt, kann
es manchmal für geräuschempfindliche Patienten etwas störend sein.
Sie sollten bei der Untersuchung möglichst ruhig sein, nicht schlucken 
und nicht sprechen, da dies die Untersuchung stört. 
 

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