Stimmgabelversuche

Mit Hilfe beider Stimmgabelversuche ist es für den Ohrenarzt leicht möglich, zwischen einer Schalleitungs- und einer Schallempfindungsschwerhörigkeit zu unterscheiden.

 

a) Weber-Versuch

Die vorsichtig angeschlagene Stimmgabel wird auf die Mittellinie des Schädels aufgesetzt. Der Patient hat anzugeben, ob er den Stimmgabelton auf einer Seite lauter hört oder im ganzen Kopf gleich laut. Normalerweise wird der Stimmgabelton im ganzen Kopf gleichlaut gehört (Weber nicht lateralisiert). Hört er den Stimmgabelton auf einer Seite lauter, so deutet dies entweder auf eine Störung der Schalleitung auf dieser Seite oder auf eine Störung der Schallempfindung auf der Gegenseite.

 

b) Rinne-Versuch

Die leicht angeschlagene Stimmgabel wird zunächst hinter das Ohr (Knochenleitung) und dann vor das Ohr gehalten (Luftleitung). Normalerweise wird die Luftleitung lauter gehört als die Knochenleitung (Rinne positiv). Bei einer Schalleitungsschwerhörigkeit wird die Knochenleitung besser als die Luftleitung gehört (Rinne negativ).

Audio-Datei (WAV)

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